Rehasport anbieten – wie geht das?

Um Rehasport gemäß §64 SGB IX anbieten zu können, muss ein Standort offiziell anerkannt und zertifiziert sein. Nur so ist eine Abrechnung mit den Kostenträgern möglich. Neue Rehasport-Gruppen oder Veränderungen, wie Übungsleiterwechsel, müssen angemeldet bzw. gemeldet werden – und zwar beim Behindertensportverband und den Kostenträgern.

Rehasport anbieten die Voraussetzungen hier Gruppentraining

Die Voraussetzungen für Rehasport-Anbieter

  • Ein Rehasport-Standort muss nötige Trainingsflächen bereitstellen, die jedem Teilnehmer min. 5m² Platz bieten
  • Eine Rehasport-Gruppe darf ausschließlich von einem qualifizierten Übungsleiter, mit gültiger Lizenz, geleitet werden
  • Ein betreuender Arzt ist nötig, der für Rückfragen seitens der Übungsleiter oder Patienten zur Verfügung steht
  • Eine Vereinszugehörigkeit bei einem zertifizierten sowie anerkannten (Rehasport-)Verein muss nachgewiesen werden

 

Rehasport anbieten nach der Zertifizierung

Wenn Ihre Einrichtung offiziell zertifiziert ist, um Rehasport ordnungsgemäß ausüben zu dürfen, gelten weitere Regeln für die Abrechnung, Qualitätssicherung und Übungsleiter.

  • Ein Gruppentraining darf maximal 15 Teilnehmer umfassen
  • Die Verordnung eines Rehasportlers ist, ab der Ausstellung, für maximal 18 Monate gültig
  • Für eine schnelle und unkomplizierte Abrechnung müssen die Teilnehmerlisten korrekt ausgefüllt sein
  • Übungsleiterlizenzen müssen, durch regelmäßige Fortbildungen, alle 2-4 Jahre verlängert werden
  • Der Landesverband führt hin und wieder unangekündigte Audits (Qualitätskontrollen) durch

Wichtig ist, dass eine Teilnahme am Rehasport niemals mit einer bindenden Mitgliedschaft gekoppelt sein darf! Selbstverständlich können die Teilnehmer frei wählen, ob sie andere Angebote wahrnehmen oder eben “nur” am Rehasport-Gruppentraining teilnehmen.

Rehasport abrechnen – was verdiene ich?

Die Höhe der Vergütungssätze pro Teilnehmer ist vom Landesverband bzw. Bundesland abhängig (siehe Vergütungssätze Rehasport). Wenn Sie über uns Abrechnungsunterlagen einreichen, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Teilnahmebestätigungen und Erstverordnungen der Rehasportler müssen im Original eingereicht werden
  • Eine eingereichte Verordnung sollte mindestens 10 Teilnahmen umfassen
  • Mindestes 400 Unterschriften (ohne DRV & Privatversicherte) müssen insgesamt zur Abrechnung eingereicht werden
  • Die Originalunterschrift des Übungsleiters muss auf dem Abrechnungsblatt vorhanden sein

Bei Abrechnungen mit Krankenkassen gibt es zahlreiche Sonderfälle. So gilt beispielsweise für Abrechnungen über die DAK: Verordnungen können nur 2x pro Rezept abgerechnet werden. Die erste Zwischenabrechnung nach 25 (von 50) Teilnahmen sowie am Ende, wenn alle 50 Übungsstunden absolviert sind.

Ihre Vorteile einer Mitgliedschaft in unserem Rehasport-Verein

Wir – der Gesundheits- und Rehasportverein Rheinland-Köln e. V. – verstehen uns als Vermittler zwischen Rehasport-Anbietern und Krankenkassen, Ärzten und Verbänden. Wenn Sie Mitglied bei uns sind, können Sie viele Aufwände outsourcen und sich mehr auf das Gruppentraining fokussieren. Wir übernehmen z.B. die Abwicklung der Abrechnung mit den Kostenträgern, Zertifizierungsprozesse oder Schulungen (siehe auch: unsere Serviceleistungen).

Rehasport Anbieter - Zertifikat Anerkennung und Zertifizierung Rehabilitationssport

Sie wollen Rehasport anbieten und haben weitere Fragen? Dann empfehlen wir einen Blick in unsere Rubrik FAQ Rehasport Anbieter oder kontaktieren Sie uns!